27.01.2026

Neues Stromstoßrelais schont Bordbatterien im Schienenfahrzeug

LÜTZE TRANSPORTATION, Weinstadt erweitert ihr Stromstoßrelais-Portfolio um eine Variante, die ihren letzten Schaltzustand speichert, ohne dass eine dauerhafte Spannung anliegen muss. Dies entlastet Bordbatterien auf Schienenfahrzeugen merklich, insbesondere bei abgestellten Fahrzeugen. 

Im Gegensatz zu herkömmlichen Stromstoß- oder bistabilen Relais, die eine kontinuierliche Spannungsversorgung benötigen, speichert das neue Modul seinen letzten Schaltzustand rein mechanisch. Ein kurzer 100 Millisekunden Steuerimpuls reicht aus, um das Relais umzuschalten, und der gewählte Zustand bleibt auch nach Abschalten der Bordversorgung erhalten. Dies reduziert die Ruhestromaufnahme im abgestellten Fahrzeug erheblich und entlastet so die Bordbatterien sowie den gesamten Energiehaushalt. Das neue Stromstoßrelais bietet einen Weitspannungseingang von DC 24 bis 110 V und deckt damit alle gängigen Bordnetzspannungen im Schienenfahrzeugbereich mit einem Gerät ab. Das 17,5 mm breite Modul verfügt zudem über eine automatische Abschaltung der Versorgung, wenn die Ansteuerspannung zu lange anliegt. Bei einer Anliegedauer von mehr als 600 Millisekunden wird die Versorgung automatisch unterbrochen, um Energie zu sparen. Der Baustein bietet zwei getrennte Steuereingänge mit unterschiedlichen Schaltschwellen: Eingang A1.2 schaltet ab 13 V für 24- und 36-Volt-Bordnetze, während Eingang A1.1 ab 33 V für 72- und 110-Volt-Systeme ausgelegt ist. Alle relevanten Bahnnormen werden erfüllt, darunter EN 50155, EN 50121-3-2, EN 50124-1, EN 61373, die Brandschutznorm EN 45545-2 sowie die EMV 06-Regelung des Eisenbahnbundesamts.

Neues Stromstoßrelais von LÜTZE TRANSPORTATION schont BordbatterienTRDP LIN Gateway der LÜTZE TRANSPORTATION für die LOCC-Box Rail

Abb.: Neues Stromstoßrelais von LÜTZE TRANSPORTATION schont Bordbatterien

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Hintergrund Stromstoßrelais in der Bahntechnik

In der Bahnbranche kommen Stromstoßrelais häufig für Funktionen wie das Ein- und Ausklappen von Außenspiegeln oder das Schalten der Innenbeleuchtung zum Einsatz. Der Lokführer betätigt einen Knopf: Ein Impuls reicht, um die Spiegel auszuklappen oder die Beleuchtung zu aktivieren, ein weiterer Impuls sorgt dafür, dass sie wieder einklappen bzw. ausgeschaltet werden.

Ein Nachteil herkömmlicher Stromstoßrelais ist jedoch, dass sie permanent an eine Versorgungsspannung angeschlossen bleiben müssen. Wenn mehrere Relais in einem abgestellten Fahrzeug aktiv sind, belastet dies die Bordbatterie erheblich und beansprucht den Energiehaushalt des Fahrzeugs.

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